Volkmar Draeger 12.10.2009 / Brandenburg

Figürlich gegen Moden

Waldemar Ottos Entwurf für ein Freiheitsdenkmal

Auf dem Sockel des zerstörten Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. wölbt sich ein Bogen aus Backstein, dem typischen Berliner Baumaterial. Nach oben hin verjüngt er sich; dort, wo der Stein aus dem Boden wächst, stehen zwei bronzene Szenarien als figürlicher Bildschmuck.

Das linke erinnert an den Anfang der friedlichen Revolution in Leipzig: Unter den Pfeilern der Nikolaikirche reden Menschen miteinander, halten Kerzen; daneben, im Freien, bilden Menschen eine Reihe, aus der sich wenige reliefartig abzeichnen, mehrere ein Transparent stützen. »Keine Gewalt« steht darauf.

Fast noch beeindruckender in seiner Schlichtheit ist das rechte Szenarium: »Alexanderplatz«. Es formt zweireihig die Einheitsfront nach, in der sich die friedliche Demonstration vom 4. November 1990 vollzog; fünf separate Figuren mit hochgereckten Schildern verkörpern und verkünden den Volkswillen.

Unter dem Bogen, der das Brandt-Wort vom Zusammenwachsen aufgreift, steh...

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