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  • Kultur
  • Buchmesse Frankfurt/M.

Das gute Leben

EIN ÜBERBLICK: »Neue Träume aus der Roten Kammer«

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Was »Der Traum der Roten Kammer«, Chinas berühmter Roman, mit dieser Anthologie zu tun hat? Von verwöhnten Adligen ist doch nirgendwo die Rede. Allerdings treffen wir schon in der ersten Geschichte, »Im Jahr des Affen« von Fan Wu, einen jungen Mann bei der Lektüre jenes Werkes von 1759 an, der auf seine Weise das »Wahnreich der großen Leere« kennt.

Was die zwölf sehr verschiedenen Erzählungen zusammenhält? Die Suche nach einem guten Leben – so könnte man es nennen. Was das ist, wird vom sozialen Umfeld bestimmt. Wo »die Wünsche jedes Einzelnen ständig größer wurden und sich jeder bis zur Erschöpfung nur für sich selbst (und nicht etwa für die anderen) abstrampelte«, wie es in Wu Chenjuns »Skizze nach der Natur« heißt, fühlen sich die Leute bald ausgebrannt und leer. Mit dem Slogan »Armut ist nicht Sozialismus« begründete Deng Xiaoping Ende der 70er Jahre weitreichende Wirtschaftsreformen. Wenn »einige zuerst reich werden«, würde ...


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