Der Schrecken der »Zetas«

Mexikanische Migranten sind im Grenzgebiet zu den USA schutzlos den Drogenkartellen ausgeliefert

Von Torge Löding, San José

Beliebte Entführungsopfer: Flüchtlingstreck Richtung USA

Im mexikanisch-US-amerikanischen Grenzgebiet haben die mexikanischen Drogenkartelle mit Massenentführungen von Flüchtlingen eine Möglichkeit der Bereicherung entdeckt. Ihr bewaffneter Arm sind die »Zetas«.

Der Regen hämmert enervierend auf das Blechdach. Das einfache Bauernhaus »Rancho La Victoria« steht einsam außerhalb der Ortschaft. Es wirkt finster und gefährlich. »Dieser Ort des Verbrechens wirkt so, als würde sich jemand mit einer Augenklappe als Räuber maskieren. Aber hier ist wirklich Ungeheuerliches geschehen«, sagte Oscar Martínez. Der salvadorianische Journalist ist hier einem Verbrechen auf die Spur gekommen, wie man es an der Nordgrenze von Mexiko bisher nicht kannte. Der mexikanische Menschenrechtsbericht aus dem Frühjahr belegt seine Recherche: Allein in sieben Monaten sei der Menschenrechtskommission von mehr als 10 000 Entführungsopfern berichtet worden. Massenhafte »Expressentführungen« von undokumentierten Migranten a...


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