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Mieter fürchten Angriffe

Mieterforum Ruhr: FDP setzt sich offenbar im Koalitionspoker durch

Knut Unger ist Sprecher des Mieterforums Ruhr, das sich um die Rechte von 35 000 Mietern im Ruhrgebiet kümmert. Der ehemalige Journalist arbeitet darüber hinaus für das Forum Umwelt und Entwicklung, in dem er sich für ein internationales Recht auf Wohnen einsetzt. Mit dem 50-Jährigen sprach Gabriele Oertel.

ND: Der Koalitionsvertrag steht noch nicht, schon regen sich erste Proteste, unter anderem vom Mieterforum Ruhr. Was befürchten Sie?
Unger: Nach allem, was wir bislang aus den Koalitionsverhandlungen erfahren haben, müssen wir ein ganzes Paket von Angriffen auf die Mieter befürchten.

Zum Beispiel?
Beim Kündigungsschutz sollen die bislang je nach Mietdauer gestaffelten Fristen für die Kündigung durch den Vermieter generell auf drei Monate gesenkt werden. Mieter, die über sechs oder acht Jahre treu ihre Miete zahlten, können dann im Falle einer Kündigung wegen Eigenbedarfs oder nicht angemessener wirtschaftlicher Verwertung nicht erst nach den bislang geltenden sechs bzw. neun Monaten rausgedrängt werden – sondern sind nur noch ein Vierteljahr geschützt. Das ist für Mieter, die in ihrer Wohnung verankert sind, eine Katastrophe – und eine Erleichterung für Vermieter, die ihre Mieter vor die Tür setzen wollen.

Der Mieterbund ha...




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