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Weltforstkongress endete mit Klimaschutz-Empfehlungen

Experten appellieren an Industriestaaten, für Walderhalt in Entwicklungsländern zu zahlen / Dramatischer Flächenverlust

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Illegale Brandrodung eines Waldstücks auf der indonesischen Insel Sumatra
Illegale Brandrodung eines Waldstücks auf der indonesischen Insel Sumatra

Buenos Aires (dpa/ND). Nach fünftägigen Beratungen ist der 13. Weltforstkongress am Freitag mit Empfehlungen für den Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen zu Ende gegangen. Ganz oben auf der Liste der Vorschläge steht der sogenannte REDD-Mechanismus. Er sieht vor, dass reiche, große Mengen Kohlendioxid ausstoßende Industrieländer wie Deutschland ärmeren Ländern Geld dafür bezahlen, damit diese ihre Wälder nicht abholzen und den in der Biomasse gespeicherten Klimakiller CO2 nicht freisetzen.

Etwa 4500 Fachleute aus aller Welt hatten seit Montag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Fragen der Waldnutzung und des Waldschutzes diskutiert. Außerdem seien im Verlauf der Tagung neue Verträge in der Holzbranche mit einem Umfang von 36 Millionen Dollar abgeschlossen worden, teilten die Veranstalter mit.

Zahlreiche Redner wiesen auf die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Wälder hin. Etwa 1,5 Milliarden Menschen leben direkt von deren Nutzung. Wälder seien die wichtigste natürliche Ressource für den Menschen und das Leben auf der Erde. Sie stabilisieren das Klima, produzieren Nahrung und Trinkwasser, sind der wichtigste Lieferant von Bioenergie und nachwachsendem Baumaterial. Aber alles das sei auf Dauer nur gesichert, wenn die Wälder nachhaltig genutzt und geschützt würden, warnte Philipp Göltenboth, Leiter des Fachbereichs Wald bei der deutschen Sektion der Umweltstiftung WWF.

Immer noch gehen jedes Jahr etwa 13 Millionen Hektar durch Brandrodung und industriellen Einschlag verloren. Diese Fläche ist größer als Österreich und die Schweiz zusammen. Insgesamt 67 Staaten unterstützten deshalb das vom WWF geforderte Ziel, bis 2020 den Waldverlust zu stoppen.

Der Forstkongress unter der Schirmherrschaft der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) findet alle sechs Jahre statt.

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