Pharmabranche ohne Rücksicht

Brasiliens Pillenmarkt wächst – und damit die Zahl der Medikamentenvergiftungen

  • Von Norbert Suchanek,
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Rio de Janeiro

Während etliche Wirtschaftszweige in der Krise stecken, erfreut sich eine Branche in Brasilien bester Gesundheit: Der Arzneimittelmarkt.

Im vergangenen Jahr schluckten die Brasilianer Produkte der Pharmakonzerne im Wert von umgerechnet rund 10 Milliarden Euro, bei einer zweistelligen Zuwachsrate. In den kommenden fünf Jahren soll sich der Medikamentenkonsum zwischen Zuckerhut und Amazonasregenwald verdoppeln und mit ihm die Zahl der Apotheken weiter steigen.

Dabei ist das mit rund 180 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas bereits mit Apotheken überversorgt. Seit 1995 verdreifachte sich deren Zahl auf fast 60 000. Die Apothekendichte liegt damit bereits höher als in Deutschland, wo eine Apotheke im Schnitt 3800 Einwohner versorgt. In Brasilien kommt eine Apotheke auf rund 3000 Einwohner.

Seit Anfang 2000 investieren auch die großen, internationalen Supermarktketten in diesen offensichtlich krisensicheren Wachstum...


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