Freistaat baut Gefängnisse wieder selber

Die Folgen der Finanzkrise machen öffentlich-privaten Sektoren den Garaus

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wegen der Finanzkrise lohnen sich öffentlich-private Sektoren nicht mehr für den Staat. Der Freistaat Bayern zieht sich deshalb zunehmend aus dem Modell zurück.

Das neue Frauengefängnis in Stadelheim, ein PPP-Projekt mit 40 000 Mängeln

Der Finanzmarkt hat sie hervorgebracht, jetzt frisst die Finanzkrise ihre eigenen Kinder. Der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtages stoppt nun die private Finanzierung für eine neue Haftanstalt bei Augsburg. Das als Public Private Partnership (PPP) geplante Gefängnis ist für den Steuerzahler teurer, als wenn der Staat als Bauherr auftritt. »Die Wirtschaftlichkeit des PPP-Projektes konnte nicht nachgewiesen werden«, so Georg Winter (CSU), Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag.

Bei PPP errichten private Firmen Schulen, Autobahnen oder auch Strafanstalten, betreiben sie teilweise und vermieten diese Anlagen dann für 20 Jahre oder mehr an die öffentliche Hand. Damit ist es aber seit der Finanzkrise vorbei. »Ein maßgeblicher Grund sind die teurer gewordenen Kredite für die Privatwirtschaft«, so ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums. PPP-Projekte lohnen sich nicht mehr, der Staat kommt momentan günstige...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 730 Wörter (5193 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.