Einstieg in den Meeresschutz

Vor 25 Jahren tagte die erste Anrainer-Konferenz zur Nordsee

  • Von Burkhard Ilschner, Bremen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Genau 25 Jahre ist es her, dass Umweltschützer in Bremen mit nächtlichem Trommeln die Minister von acht Nordsee-Anrainerstaaten mahnten, den Schutz des Meeres nicht länger wirtschaftlichen Ausbeutungs-Interessen zu unterwerfen. Damals verhallte die Warnung wie der Trommelklang – und bis heute ist es dabei geblieben, dass Ressourcenausbeutung und Meeresnutzung stärkere politische Unterstützung genießen als ökologische (oder soziale) Kriterien: Jüngst erst hat die EU-Kommission die Wertigkeit »Ökonomie vor Ökologie« in ihrer Meerespolitik erneut festgeschrieben.

Wem gehört das Meer? Am 31. Oktober 1984 waren die für Umweltfragen zuständigen Politiker von Belgien, der BRD, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden sowie der Brüsseler EG-Kommission in Bremen zur ersten »Internationalen Nordseeschutz-Konferenz« (INK) zusammengekommen. Zwei Tage lang brüteten sie mit ihren Experten über dem Schlussdokument einer Meeresschutz-Deklaration, deren Inhalte aber weit hinter den Erwartungen zurückblieben.

Dennoch war diese Konferenz etwas Besonderes: Erstmals wurden nämlich die Probleme eines einzelnen Meeres auf internationaler Ebene von seinen Anrainern medienöffentlich verhandelt. Andere maritime Vertragswerke jener Zeit wie etwa das UN-Seerechtsübereinkommen UNCLOS waren das Werk abgeschiedener Expertenrunden und wurden auch meist ohne Medienecho ausgehandelt. Die INK durchbrach diese Regel – und das war kein Zufall.

Gerade der Zustand der Nordsee lieferte da...

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