Wolfgang Kötter 02.11.2009 / Ausland

In Washington formieren sich die Abrüstungsgegner

In den USA ist der Kampf um Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt entbrannt / Militärs wollen nicht auf »erweiterte Abschreckung« verzichten

Das Ziel verkündete Barack Obama bereits im Frühjahr in Prag, jetzt stellte sich auch der UN-Sicherheitsrat hinter seine Vision. Aber in den USA formieren sich die Gegner der nuklearen Abrüstung. Nun will der Präsident selbst an den Pentagon-Beratungen über die Formulierung einer neuen Nukleardoktrin teilnehmen, um sicherzustellen, dass sie seinen Vorstellungen zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt entspricht.

»Obamas Abrüstungspläne und die gleichzeitige Diskussion über die Modernisierung des bestehenden Atomwaffenarsenals hängen eng zusammen«, meint Atomwaffenexpertin Xanthe Hall von der Ärzteorganisation gegen den Atomkrieg (IPPNW). »Er kann seine ehrgeizigen Pläne für Verträge mit Russland und einen Atomwaffenteststopp in den USA nur durchsetzen, wenn er gleichzeitig das US-Arsenal für die Zukunft rüstet. Sonst würden die Republikaner die Abrüstung blockieren«, glaubt Hall. Und Joseph Cirincione, Vorsitzender des rüstungskritischen Ploughshares Funds in Washington, weist darauf hin, dass es Obama nicht nur mit der herrschenden Nukleardoktrin, sondern mit einer ganzen Industrie zu tun habe: »In den USA werden pro Jahr 54 Milliarden Dollar für Atomwaffen und damit verbundene Programme ausgegeben. Das sind eine Menge Verträge, eine Menge Jobs und viele Schlachten um die Budgets.«

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