Oh, mein Gott!

»Rosas Höllenfahrt« von Rosa von Praunheim im Kino

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rosa von Praunheim, Urgestein des schwulen Films, legt einen Kompaktkurs Religion, Unterabteilung Hölle, vor. Katholisch aufgewachsen drohten ihm – noch heute nennt der Katechismus Homosexualität »widernatürliche Wollust« – die schlimmsten der Höllenstrafen. Jetzt, im fortgeschrittenen Alter (er wird in diesem Monat 67) sei es also an der Zeit, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, was passiert, wenn man den letzten Atemzug ausgehaucht hat. Mit diesem Ansatz einer – leicht ironisch gemeint – persönlich motivierten Zeitreise lockt er den Zuschauer, sich selbst die Frage zu beantworten, was nach dem Tod kommt, ob wir zu Staub zerfallen, ob wir eine Seele haben, in den Himmel aufsteigen oder ewige Höllenstrafen erleiden werden. Dabei beweist von Praunheim, dass Nachdenken eine überaus vergnügliche Angelegenheit ist. Als Reporter geht er vor Ort, wo Religion gelebt, gelehrt, erforscht wird oder sich literarisch...


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