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Späte Zündung in Schwerin

»Kommunal-Kombi« zeigt doch Wirkung

Schwerin (dpa/ND). Mecklenburg-Vorpommerns Beschäftigungsprogramm »Kommunal-Kombi« für Langzeitarbeitslose kommt kurz vor seinem Auslaufen doch noch in Fahrt. Seit dem Start Anfang 2008 wurden im Land rund 1100 der auf drei Jahre befristeten Jobs geschaffen, für die der Bund und das Land Zuschüsse von bis zu 950 Euro im Monat gewähren. Mehrere hundert weitere dieser sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind demnächst zu erwarten, denn das Land hat für insgesamt 1436 Stellen seinen Zuschuss zugesagt, wie Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) am Mittwoch in Schwerin mitteilte.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern kann insgesamt 2000 Jobs unterstützen, dafür wurden 10,8 Millionen Euro bereitgestellt. Bis zum 4. Dezember können Kommunen und andere Träger, noch »Kommunal-Kombi«-Anträge beim Bundesverwaltungsamt stellen. Das Programm war lange Zeit kaum genutzt worden, Anfang dieses Jahres gab es erst rund 450 Stellen. Die Kommunen müssen die Arbeitsplätze bezuschussen. Zwar sparen sie dann die Kosten der Unterkunft für die vormaligen Hartz-IV-Empfänger, dennoch war vielen der »Kommunal-Kombi« zu teuer. Das sei auch noch der Fall, sagte Thomas Deiters vom Städte- und Gemeindetag. In vielen Kommunen sei man sich aber bewusst geworden, dass diese Jobs für die Betroffenen eine wirklich sinnvolle Sache seien und ihnen helfen könnten.

Kommunal-Kombi-Beschäftigte im Land arbeiten zum Beispiel in zusätzlichen Touristeninformationen, pflegen Wander- und Radwege oder helfen bei Rekultivierungsarbeiten, wie das Ministerium mitteilte. Sie lesen in Altenheimen vor, helfen in Jugendklubs oder Museen oder schreiben Ortschroniken. Auch im Breitensport gebe es Jobs. Die meisten seien in Tourismus und Umweltschutz (39 Prozent) zu finden, gefolgt vom Sozialbereich mit 37 Prozent. »Das Ziel, kommunale und soziale Strukturen vor Ort zu stärken, wurde erreicht«, lobte Seidel.

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