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Reichsbahn verdiente 445 Millionen

»Zug der Erinnerung« zu Deportationsgewinnen

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Berlin (epd/ND). Einem Gutachten der Initiative »Zug der Erinnerung« zufolge hat die Deutsche Reichsbahn von 1938 bis 1945 nach heutigem Wert insgesamt 445 Millionen Euro an den Fahrten in die Zwangs-, Konzentrations- und Vernichtungslager verdient. Dabei handele es sich um einen Minimalwert, sagte der Vorsitzende des Vereins, Hans-Rüdiger Minow, am Freitag in Berlin. In der Summe enthalten seien die Kosten der Deportationen von Juden, Sinti und Roma sowie Behinderten, die nachweisbar waren. Hunderttausende Unbekannte, die in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden, fehlten in den Berechnungen, sagte Minow weiter.

Die Summe von 445 Millionen Euro sei den Überlebenden und Toten geschuldet. Minow forderte daher die Bundesregierung auf, diese Summe an die juristischen Erben sowie die noch lebenden Überlebenden des Holocaust zurückzuzahlen. Die Fahrtkosten in die Konzentrationslager seien »eine Dimension eines Großverbrechens, die noch nicht abgegolten ist«.

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