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FAO unter Reformdruck

Der Appell kommt nicht von ungefähr. Kurz vor dem Welternährungsgipfel hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) die internationale Gemeinschaft aufgefordert, den Kampf gegen den Hunger zu ihrem Hauptanliegen zu machen. Quantitativ hat die FAO hierfür gute Argumente, hat die Zahl der Hungernden doch weltweit inzwischen die Milliardenschwelle überschritten. Qualitativ ist die FAO in Erklärungsnot. Das Problem des Welthungers ist nicht neu, an Appellen hat es nie gefehlt, neben finanziellen Mitteln jedoch an überzeugenden Konzepten – und hier ist zuallererst die FAO gefragt.

Was die FAO offeriert, ist nur ein Mehr des Altbekannten: Die Produktion müsse mittels neuer Technologien gesteigert werden. Dass die FAO bei ihrem Expertentreffen zur Welternährung im Oktober den von der UNO eingesetzten unabhängigen Weltagrarrat nicht einmal eingeladen hat, ist bezeichnend: Denn die dort versammelten Wissenschaftler propagieren eine ganz andere Lösung: die Rückkehr zu traditionellen Anbaumethoden – mit herkömmlichen Produktionsweisen, angestammtem Saatgut und natürlichem Dünger. Mit der FAO in ihrer jetzigen Form ist das nicht zu machen. Wer den Hunger bekämpfen will, kommt um eine grundlegende Reform der FAO nicht herum. Sie ist mehr als überfällig.

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