Müntefering darf die Partei nicht mehr retten

Sigmar Gabriel gelang das Wunder: Am Ende seiner Rede hatte die SPD ihre Niederlage fast vergessen

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Dieser Parteitag hat kein Motto. Anders als sonst gibt es keine Botschaft, die übers Präsidium gepinnt wäre, wie das sonst üblich ist. Dieser Parteitag behandelt die Frage, ob die SPD als Volkspartei überleben wird. »Sozialdemokratische Partei Deutschlands« steht deshalb statt eines Mottos über dem Präsidium. »Ja oder nein«, könnte man ergänzen.

Alter und neuer Chef im Einvernehmen.

Der Parteitag hatte bis zum Abend des ersten Tages einen quälenden Verlauf genommen, als plötzlich der Moment der Befreiung kam. Sigmar Gabriel, der neue Vorsitzende, hat es fertiggebracht, den Delegierten nach langer Debatte und noch länger vorausgegangener Frustration das Gefühl zu geben, dass doch noch alles gut werden kann mit der SPD. Eigentlich hatten die wenigsten es ihm wohl zugetraut, schon am ersten Tag aus dem Schatten Franz Münteferings herauszutreten. Gabriel hat nach einem Tag zermürbender Selbstanklagen die Aussicht auf das Danach vermittelt – eine Zeit nach der Bundestagswahl 2009.

Überraschend ist der mit Jubel belohnte Umschwung, den Gabriel dem Parteitag bescherte, auch deshalb, weil er ihn mit einem vollends diskreditierten Politbegriff herbeiführte. Gabriel erhob für die SPD den Anspruch auf die politische Mitte der Gesellschaft. Wie Gerhard Schröder schon. Aber er definierte die Mitte neu. Als Teil der Ges...


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