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Terror-Drahtzieher sollen in New York vor Gericht

Befürchtungen um »Jahrhundertprozess« in den USA

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»New York erneut im Visier«, »größte Herausforderung in der USA-Justizgeschichte«, »Jahrhundertprozess« – so lauteten Kommentare auf die Ankündigung des Justizministers Eric Holder am Freitag: Fünf mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, darunter der angebliche »Chefplaner« Khalid Scheich Mohammed, sollen in den kommenden Monaten aus dem Lager Guantanamo nach New York verfrachtet und im Manhattaner US-Bundesgericht angeklagt werden.

»Es ist ein fundamentaler Grundsatz der US-amerikanischen Jurisprudenz, dass Straftaten da verhandelt werden, wo sie sich zugetragen haben«, sagte Holder. Er werde im Fall eines Schuldspruchs die Todesstrafe beantragen lassen. Die fünf Verdächtigen, die seit Jahren in Guantanamo Bay einsitzen, sind neben dem 44-jährigen Mohammed, der als Chef der Hamburg-Harburger Untergrundzelle geltende Jemenit Ramsi Binalschibh, Ali Abd Al-Asis Ali, Mustafa Achmed Al-Hamsawi und der Saudi Walid bin Attasch. Sie werden beschuldigt, 2001 die Anschläge in New York, Washington DC und Pennsylvania geplant zu haben. Ihre Überstellung nach New York stellt eine wichtigen Durchbruch im Plan von Präsident Barack Obama dar, das berüchtigte Lager Guantanamo zu schließen und damit den internationalen Ruf der USA aufzubessern.

Dass die fünf Männer nicht vor ein Militär-, sondern vor ein Zivilgericht gestellt werden sollen, fand in liberalen Kreisen große Zustimmu...


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