Stefan Otto 16.11.2009 / Brandenburg

Mauerpark-Retter machen mobil

Demo zum Roten Rathaus als Protest gegen »kleinkarierte Politik der Häuslebauer«

Klare Botschaft

Josef und seine Leute schieben einen Bus und haben die Lautsprecher aufs Dach geschnürt. Das Mikrofon stellen sie zwischen der Musik zur freien Verfügung, und wer will, kann ein paar Worte an die Demonstranten richten, oder auch an die Passanten. Ein Junge mit Bierflasche in der Hand schnappt sich das Mikro und ruft: »Der Mauerpark ist der chilligste Park; Sonnenuntergang gucken ist so jut.« Josef lacht. »Der Park gehört zu Berlin. Er ist ein Stück Identität der Stadt«, findet er. Jetzt hat er Angst, dass das Leben dort eingeht, wenn die Townhäuser auf der Weddinger Seite hochgezogen werden. Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) möchte auf der Brache einen etwa 30 Meter breiten Streifen mit sechsgeschossigen Häusern bebauen. »Gesichtslose Betonklötze«, nennt sie ein anderer Redner – die könnten auch in Mannheim oder Bottrop stehen.

Gegen diese Baupläne formiert sich am Samstag der Protestzug vom Mauerpark zum Roten Rathaus, an de...

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