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Alles in den Aufbau Ost?

Die neuen Bundesländer werden bei Investitionen nicht bevorzugt

  • Von Wolfgang Kühn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der neue Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sorgte mit dem Ruf nach einem »Aufbau West« für Aufregung. Gleichzeitig vermittelte er den Eindruck, der Osten des Landes stünde dank üppiger Hilfen inzwischen so gut da, dass man sich anderen Problemregionen zuwenden könne. Er hätte sich wohl besser zunächst mit den Fakten vertraut gemacht, statt vorschnell Vorurteile zu bedienen.

Im Jahr 2006, dem letzten Jahr mit nach Ländern aufgeschlüsselten offiziellen Daten, wurden in der Bundesrepublik insgesamt 423 Milliarden Euro von privater und staatlicher Seite investiert, davon 55 Milliarden in den neuen Bundesländern. Der Anteil beträgt also lediglich 13 Prozent. Eine Bevorzugung der neuen Bundesländer, wo etwa 16 Prozent aller Einwohner der Bundesrepublik wohnen, ist nach den Daten der Statistischen Landesämter nicht erkennbar.

Und dies war keine Ausnahme: Seit dem Jahr 2001 lag die Investitionssumme je Einwohner in den alten Bundesländern immer deutlich höher als in den fünf neuen Ländern. Während im Westen von 2001 bis 2006 pro Kopf 35 700 Euro investiert wurden, waren es in den fünf neuen Bundesländern lediglich 30 900 Euro; das ist ein Rückstand von 14 Prozent. Von einer fortdauernden Benachteiligung Westdeutschlands bei Investitionen kann also keine Rede sein.

Noch viel dramatischer fällt der Vergleich der In...


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