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So eine Publikumswahl ist einfach schön

Diskuswerferin Franka Dietzsch hat die Schirmherrschaft über die ND-Sportlerwahl übernommen

Vor zwei Jahren wählten die ND-Leser sie zum zweiten Mal zur Sportlerin des Jahres, nun ist sie die Schirmherrin der diesjährigen Umfrage: Diskuswerferin Franka Dietzsch aus Neubrandenburg. ND verriet die 41-Jährige dreifache Weltmeisterin, wie es beruflich weitergeht, wie sie abtrainiert und warum die Athleten solche Sportlerehrungen besonders schätzen.
Franka Dietzsch übernimmt die Schirmherrschaft.
Franka Dietzsch übernimmt die Schirmherrschaft.

ND: Franka, wie geht es der Ex-Sportlerin dieser Tage?
Das hört sich ja ein bisschen traurig an. Wie eine Ex-Sportlerin fühle ich mich noch nicht. Normalerweise wäre ich zu diesem Saisonzeitpunkt im Urlaub oder würde so langsam wieder mit dem Training anfangen. Ich gehe fast jeden Tag zum Training – um abzutrainieren.

Wie intensiv ist das?
Ich bemühe mich, fünf Tage in der Woche hinzugehen, ein bisschen laufen, ein bisschen Krafttraining, aber natürlich nicht mehr so intensiv. Den Diskus werfe ich nur, wenn ich unseren Jugendlichen was zeigen möchte.

Wie gehts beruflich weiter?
Für meinen Arbeitgeber, eine Bank, werde ich bei Seminaren auf Schloss Liebenberg das Sportliche übernehmen. Im Januar geht es dort richtig für mich los.

Und dann lernen die Banker, wie man den Diskus wirft?
Wenn einer das möchte – natürlich. Allerdings ist der Sommer dafür besser geeignet als der Januar.

Haben Sie eigentlich einen Trainerschein?
Ich bin gerade dabei, einen zu machen.

Um später dann auch Kinder zu trainieren?
Ja, irgendwann wäre ich schon gerne im Jugendbereich tätig, natürlich am allerliebsten in Neubrandenburg. Ich fühle mich hier einfach sehr wohl. Angefangen habe ich ja bei der ASG Koserow.

Sie waren schon zweimal ND-Sportlerin. Was bedeutet Ihnen so eine Ehrung?
Eine Menge, so eine Publikumswahl ist einfach schön. Zumal, weil bei ND ja nicht nur Leute aus dem Norden abstimmen, wie etwa wenn hier der »Nordkurier« abstimmen lässt. Aber es ist natürlich auch gut, wenn Journalisten einen wählen. Die schönsten Titel sind eigentlich die, wo Sportler abgestimmt haben. Das ist dann noch mal eine ganz besondere Ehre.

Was war denn für Sie die größte sportliche Tat 2009?
Ach, da gab es so viele: Unsere Wintersportler fand ich wie immer toll, auch die Schwimmer, egal, ob die Siege oder Weltrekorde nun durch die neuen Anzüge zustandekamen oder nicht. Ulkigerweise gibt's da oft Parallelen: Sind die Schwimmer schwach, sind es wir Leichtathleten meist auch. Sind die Schwimmer stark, glänzen meist auch die Leichtathleten. Wie Steffi Nerius Speerwurf-Weltmeisterin zu werden und im selben Moment aufzuhören: Respekt!

Gespräch: Jirka Grahl

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