Atomendlager als Privatsache

Dem Strahlenschutzamt droht Entmachtung

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Steht ein Betreiberwechsel im Gorlebener Erkundungsbergwerk bevor? Atomgegner befürchten, dass die Suche nach einem atomaren Endlager faktisch privatisiert werden könnte.

Neue Aufregung um den möglichen Endlager-Standort Gorleben. Nach Informationen der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg soll die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) die Regie im Gorlebener Erkundungsbergwerk übernehmen und das bislang federführende Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ausgebootet werden. Dies habe die schwarz-gelbe Bundesregierung bereits beschlossen. Während Grüne und SPD vor einer »Privatisierung« der Endlagersuche warnten, dementierte das Bundesumweltministerium entsprechende Überlegungen. »Dem ist nicht so«, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Die DBE mit Sitz in Peine war ursprünglich ein Staatsbetrieb. Heute gehört sie zu 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Dieses Tochterunternehmen der führenden deutschen Stromko...


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