Werbung

Grubenunglück in China: 87 Tote

Methangasexplosion in Kohlebergwerk

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Beim schwersten Bergwerksunglück in China seit zwei Jahren sind mindestens 87 Menschen ums Leben gekommen. 21 Kumpel waren am Sonntag noch unter Tage eingeschlossen, nachdem eine Methangasexplosion das Kohlebergwerk in Hegang im Nordosten des Landes erschüttert hatte.

Harbin (AFP/ND). Die Schlagwetterexplosion nahe Hegang in der Provinz Heilongjiang ereignete sich nach Behördenangaben in der Nacht zum Sonnabend in rund 400 Meter Tiefe. Zum Zeitpunkt der Katastrophe arbeiteten 528 Bergleute in der Kohlegrube, von denen sich die meisten nach einer Warnung vor erhöhten Gaswerten in Sicherheit bringen konnten.

In einer ersten Reaktion wurden der Leiter des Bergwerks sowie sein Stellvertreter und der leitende Ingenieur laut Presseberichten entlassen. Die Arbeitssicherheitsbehörde wurde mit einer Untersuchung des Vorfalls beauftragt. Auch die Staatsanwaltschaft kündigte Ermittlungen zu möglicherweise kriminellen Nachlässigkeiten beim Betreiben des zu den größten Kohlegruben des Landes gehörenden Bergwerks an.

Die Kohlebergwerke Chinas gelten als die gefährlichsten der Welt. Viele Zechen halten sich aus Kostengründen nicht an die Vorschriften. Offiziellen Angaben zufolge kamen in China allein 2008 mehr als 3200 Arbeiter bei Grubenunglücken ums Leben, die Dunkelziffer dürfte allerdings höher liegen.

Eine häufige Ursache für Schlagwetterexplosionen wie jetzt in Hegang ist das Entweichen von Methangas. Seit einigen Jahren versuchen die chinesischen Behörden, die Zechen zu modernisieren und vor allem das Entweichen von Methan unter Kontrolle zu bringen. Alljährlich stellt Peking umgerechnet rund 200 Millionen Euro an Subventionen zur Verfügung, damit die Bergwerksbetreiber in moderne Technologien investieren. Auch gibt es eine Regierungskampagne zur Schließung illegal betriebener Bergwerke, in denen sich die meisten Unglücke ereignen. Angesichts der weit verbreiteten Korruption bei den lokalen Behörden laufen sie jedoch häufig ungehindert weiter.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen