Lulas Botschaft verhallte

Amazonasstaaten sind sich beim Klimaschutz nicht grün

  • Von Gerhard Dilger, Porto Alegre
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine »ehrgeizige Botschaft« für den Klimagipfel in Kopenhagen sollte von dem Präsidententreffen der Amazonasanrainer in Manaus ausgehen, hatte sich Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva gewünscht. Doch statt der geplanten neun unterschrieben nur drei Staatschefs am Donnerstag die »Erklärung von Manaus«.

Darin fordern sie mehr Geld für den Erhalt des Tropenwaldes. Die Industrieländer sollten zwischen 0,5 und ein Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Klimaschutzprogramme aufbringen, heißt es. Der Amazonas-Regenwald sei besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Die Industriestaaten sollten auch deshalb den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen »entsprechend ihrer historischen Verantwortung« bald schon bedeutend verringern.

Der Einladung in die Amazonasmetropole waren nur Bharrat Jagdeo aus Guyana und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy gefolgt – das Überseedépartement Französisch-Guayana liegt am nordöstlichen Zipfel des Amazonasgebietes. Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru, Surinam und Venezuela schickten jeweils Minister oder zuständige Beamte.

»Die Armen müssen unterstützt werden, ohne dass ein Land seine Souveränität aufgeben muss«, sagte der brasilianische Präsid...

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