Martin Kröger 02.12.2009 / Brandenburg

Das Minarett im Dorf lassen

Das Ergebnis des Schweizer Volksentscheids verärgert und verängstigt Berliner Muslime

In Berlin haben nur vier Moscheen Minarette wie die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm.

Es sollte eine Informationsfahrt für Journalisten über das islamische Leben in der Hauptstadt werden – und eben keine anlassbezogene Rundfahrt in einem kritischen Kontext. Doch nun überschlugen sich die Ereignisse: Der Schweizer Volksentscheid gegen den Bau neuer Minarette bestimmt seit dem Wochenende auch unter Berliner Muslimen die Debatte – und sorgt für Ärger und Ängste.

»Dieser Volksentscheid wirft uns um Jahrzehnte zurück«, meint Faical Salhi, der 1. Vorstandvorsitzender des Weddinger Interkulturellen Zentrums für Dialog und Bildung (IDZB) ist. Der studierte Elektrotechniker, der mit seinen eigenen Händen die sunnitische Moschee im IDZB am U-Bahnhof Osloer Straße mit aufgebaut hat, versucht seit längerem den Dialog zwischen Deutschen und Muslimen zu fördern. Im Gegensatz zu manch abgeschlossenem Hinterhofgebetsraum wird im IZDB nach eigenen Angaben Öffnung nicht nur bekundet, sondern auch praktiziert: Deutsch- und Int...

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