Interview mit einem Racheengel

Insassen der Jugendstrafanstalt verbinden auf der Bühne ihre Geschichten mit den Manson-Morden

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Blutdurstige Meute – gesandt von Charles Manson persönlich

Wieder ein Grenzerlebnis: Das freie Theaterprojekt aufBruch inszeniert in der Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin. Diese vierte Zusammenarbeit zwischen JSA und aufBruch ist zugleich die zweite Kooperation mit der Musikschule Fanny Hensel aus Mitte. Zehn Häftlinge, meist mit migrantischem Hintergrund, zwei Streicher und drei singende Songwriter, alle ähnlichen Alters, finden sich gemeinsam auf der Szene im Kultursaal. Für die einen ist bitterer Ernst, was hier verhandelt wird. Die anderen suchen sich in deren Denken hineinzuversetzen – die jedenfalls, die eigene Songs beisteuern.

Auch das Stück »Dann ist eben alles passiert« basiert auf der Realität: den Prominenten-Morden der Manson Family Ende der 1960er. Besonders der Mord an der schwangeren Filmaktrice Sharon Tate und ihren Freunden bei einer Party löste weltweit Entsetzen aus. Wie passten Europas Studentenproteste jener Ära, Amerikas Flower-Power und die Brutalität der Hippiekomm...

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