Wenn der Park zum Kühlschrank wird

Großstädte rüsten sich für den Klimawandel

  • Von Mechthild Henneke, AFP
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Tropennächte an der Berliner Spree, mediterrane Bäume in den Straßen Kölns – und Malaria am Frankfurter Flughafen? Deutsche Großstädte beginnen allmählich, sich auf den Klimawandel einzustellen.

In Berlin fällt kein Schnee, in Köln schauen die Touristen durch Plexiglaswände auf das Hochwasser im Rhein und in Frankfurt blühen Platanen zwischen den Hochhaustürmen. Was wie Satire klingt, könnte im Jahr 2050 Wirklichkeit sein. Der Klimawandel wird das Gesicht der Großstädte verändern, und wer dabei auf laue Nächte im Biergarten hofft, sollte die schädlichen Insekten, die ihm dabei um die Nase fliegen, nicht vergessen.

»Die Stadtplaner müssen jetzt reagieren, um die Städte lebenswert zu halten«, sagt Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Frankfurt, Berlin und Köln untersuchen gemeinsam mit der Bundesbehörde in Forschungsprojekten, welche Konsequenzen eine Temperaturerhöhung von zwei Grad hätte. »Es werden Bevölkerungsdichte, Baudichte, Einfall- und Ausfallstraßen, Gewässer und Luftschneisen untersucht«, so Lux. Eine Simulation stellt jeweils dar, welche Entwicklung wahrscheinlich ist.

Köln stieg erst ...


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