• Politik
  • Weltklimakonferenz beginnt

Ein verlorenes Jahrzehnt

Seit dem Kyoto-Protokoll ist in Sachen Klimaschutz wenig passiert

  • Von Jörg Staude
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die bisherigen Erfahrungen mit der internationalen Klimaschutzpolitik sind wenig ermutigend.

Wer frühzeitig wissen wollte, wohin uns die Klimareise führt, brauchte nur den Schlussbericht der Bundestags-Enquetekommission zum »Schutz der Erdatmosphäre« von 1994 zu lesen: Geht es mit den anthropogenen CO2-Emissionen so weiter, werde sich bis zum Jahr 2100 die globale Mitteltemperatur um 3 plus/minus 1,5 Grad Celsius erhöhen, war schon auf der ersten von fast 800 Seiten zu lesen. Diese Voraussage hat sich im Kern bestätigt. Seitens der Klimawissenschaft kam noch die Zwei-Grad-Grenze hinzu: Bei dieser, vermutet man, wird der Klimawandel Biosphäre und zivilisatorische Rahmenbedingungen nicht so verändern, dass die Folgen unbeherrschbar wären.

Politisch begonnen hatte die moderne Klimapolitik 1992 – bei dem Erdgipfel in Rio de Janeiro. Von diesem ist heute vor allem der Begriff der »nachhaltigen Entwicklung« in Erinnerung geblieben. In Rio wurde aber auch die Klimarahmenkonvention beschlossen: Die Treibhausgaskonzentrationen in ...


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