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Einer, der wusste, was er wollte

Auch von einem Neoliberalen wie Otto Graf Lambsdorff kann man eine Menge lernen

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nach dem Tod von Otto Graf Lambsdorff sind die Medien voll des Lobes über den früheren FDP-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister. Dabei war der Graf zeit seines Lebens vor allem eines: ein treuer Sohn und Diener seiner Klasse.

Otto Graf Lambsdorff geht als ein maßgeblicher Protagonist des Neoliberalismus in die Geschichte der Bundesrepublik ein. Vor seiner Polit-Laufbahn wirkte der 1926 Geborene in den 1960er und 1970er Jahren als Generalbevollmächtigter der Düsseldorfer Privatbank Trinkaus und als Mitglied des Vorstandes der Victoria-Rückversicherung AG. Die von ihm verkörperte Nähe von wirtschaftlichen und politischen Kommandozentralen kam in der Flick-Affäre zum Vorschein, als in den 1980er Jahren bekannt wurde, dass das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium dem Flick-Konzern in den 1970er Jahren eine Steuerbefreiung in Höhe von knapp einer Milliarde DM erteilt hatte. Die strafrechtlichen Ermittlungen beendeten seine Ministerlaufbahn. 1987 musste Graf Lambsdorff wegen Steuerhinterziehung in der Funktion eines FDP-Schatzmeisters 180 000 DM Geldstrafe zahlen. Davon unbeirrt war der Graf von 1988 bis 1993 FDP-Bundesvorsitzender und seit 1993 Ehrenvorsitz...


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