Werbung

Bürger fangen Sonne ein

Neustrelitzer Solarverein erhielt Umweltpreis

  • Von Winfried Wagner, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Für ihre Solar- und Biogasprojekte erhalten zwei Initiativen aus Neustrelitz und Ivenack (Kreis Demmin) den Umweltpreis des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Der größere Teil geht an den ersten Bürger-Solarverein des Landes in Neustrelitz.

Neustrelitz/Schwerin. Enttäuschung und Freude liegen oft dicht beieinander – diese Erfahrung macht jetzt der erste Bürger-Solarverein Mecklenburg-Vorpommerns, der sich seit zwei Jahren in Neustrelitz engagiert. Während in Kopenhagen hochrangige Vertreter vieler Länder um ein neues Welt-Klimaabkommen ringen, haben die zwölf Vereinsmitglieder schon gehandelt. »Wir haben drei Solaranlagen im Wert von rund 120 000 Euro auf eine Schule gebaut und gewinnen dort Strom«, sagt Vereinschef Hendrik Fulda.

Eine Investitionsförderung durch das Land gab es nicht – der Fördertopf war bereits leer –, aber dafür bekam der Verein in dieser Woche den größten Teil des mit 25 000 Euro dotierten Umweltpreises des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. »Die Idee ist toll und zeigt, dass die Förderung erneuerbarer Energien nicht nur der öffentlichen Hand und der Energiewirtschaft überlassen bleiben muss«, freut sich der Bürgermeister von Neustrelitz, Andreas Grund (parteilos). Die 22 000 Einwohner zählende Stadt setzt bereits seit Jahren auf alternative Energiequellen. Die Stadtwerke betreiben ein Biomasse-Heizwerk, die städtische Wohnungsgesellschaft baut ihre Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Mehrfamilienhäusern stark aus. Drei Anlagen mit einer Spitzenleistung von 30 Kilowatt hat der Bürger-Solarverein auf dem dreistöckigen Schulgebäude bereits installiert. Eine Anlage erzeugt im Jahr etwa so viel Strom, wie zwei vierköpfige Familien im Schnitt verbrauchen. Für jede der Teilanlagen wurde eine eigene Betreiberfirma gegründet. Den Investoren wird eine Rendite von vier Prozent angekündigt. Danach erhalte man pro Kilowattstunde 46,8 Cent über 20 Jahre. »Nach 10 bis 12 Jahren würde sich der Einsatz amortisiert haben«, hat Fulda errechnet. Das Preisgeld soll vor allem in Bildung investiert werden. Neben den Neustrelitzern erhält die Gemeinde Ivenack ebenfalls einen Umweltpreis. Mit 10 000 Euro wird die Errichtung eines Nahwärmenetzes durch das Kompetenzzentrum Regiostrom Ivenack GmbH honoriert. Dies wird von einer Biogasanlage gespeist, die mit einer Photovoltaik-Anlage gekoppelt ist. Die umweltfreundliche Stromerzeugung decke den Jahresbedarf von 1200 Haushalten. »In diesem Fall ist geteilte Freude wirklich doppelte Freude«, meint der Neustrelitzer Bürgermeister.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen