Griechenlands dritte Säule

Aus Theodorakis' gutem Rat entwickelte sich ein böses Spiel

  • Von Hansgeorg Hermann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein »Steuer- und Sparsturm« kommt auf Griechenland zu. Beim EU-Gipfel in Brüssel versprach der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou seinen Kollegen, das Land durch drastische Maßnahmen vor einer drohenden Staatspleite zu retten.

Mikis Theodorakis, der begnadete Komponist und Frontmann des griechischen Widerstands, ist noch heute davon überzeugt, dass er seinen Landsleuten 1974 einen guten Rat gab: Bei der ersten freien Wahl nach dem Fall der Militärdiktatur sollten sie ihre Stimme dem rechtsliberalen Konstantinos Karamanlis und dessen Partei Nea Dimokratia (ND) geben, nicht dem Führer der Panhellinistischen Sozialisten (PASOK), Andreas Papandreou. Sonst hätten nämlich, behauptet Theodorakis, die trotz ihrer Niederlage noch einflussreichen Uniformierten die Panzer zurück auf die Straßen befohlen.

Das Volk fürchtete sich, Karamanlis gewann. Was Theodorakis nicht voraussah, waren die langfristigen Folgen dieser Richtungsentscheidung, die das Land letztlich in seine gegenwärtige Gesellschaftskrise führte.

Verpasster Aufbruch

Theodorakis, bekennender »utopischer Kommunist«, erfuhr in jenem Jahr des verpassten Aufbruchs am eigenen Leib, wie sich aus seinem guten Rat...

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