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Kein Mensch ist asozial

Verfolgung von Armut im Nationalsozialismus

  • Von Peter Nowak
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ein Buch erinnert an die Verfolgung armer Menschen durch die Nazis in der »Aktion Arbeitsscheu« und fragt nach den Kontinuitäten bis heute.

»Wie reagieren Sie auf Betteln?« Mit dieser Frage beginnt die Politikwissenschaftlerin Claudia von Gelieu ihren Einleitungsbeitrag in einem Buch, das ein historisches Thema aufgreift und doch erschreckend aktuell ist. Auf 350 Seiten behandeln Wissenschaftler, Aktivisten der Erwerbslosenbewegung und linker Gruppen den Umgang mit Armut – in der Regel eine Geschichte der Verfolgung und Stigmatisierung der Armen. Heute, wo die viel zitierte Verarmung von Teilen der Bevölkerung durch den Verkauf von Obdachlosenzeitungen, das Sammeln von Flaschen und verschiedene Arten des Bettelns sichtbar wird, ist ein solches Buch dringend notwendig.

Dieter Meier informiert in seinem Beitrag über die »Aktion Arbeitsscheu Reich«. So bezeichneten die Nazis zwei Verhaftungswellen, durch die im April und Juni 1938 mehr als 10 000 Personen als sogenannte Asoziale in Konzentrationslager verschleppt wurden.

Die Berliner Filmemacherin Andrea Behrendt zeigt ...


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