3 G

Schaubühne Berlin

  • Von Christoph Funke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ist das ernst gemeint? Ein Schauspieler kommt auf die leere, nur mit Stühlen besetzte Bühne, und entschuldigt sich. Für alles, was bald zu sehen sein wird und seiner Meinung nach nicht immer gelungen ist. Für Berichte, Erlebnisse, Gerüchte, Beschuldigungen, die in den nächsten neunzig Minuten zur Sprache kommen. Der hochgewachsene Mime spricht deutsch, holt sich dann aber, nach seinem lässig dahingeplauderten selbstironischen Monolog, eine kleine Schar Verbündeter – israelische, palästinensische und deutsche Spieler, gekleidet in schwarze Hosen und rote T-Shirts mit dem Aufdruck »3 G«. Nun purzeln die Sprachen durcheinander. Die Akteure behaupten ihre nationale Identität, reden, streiten auf englisch, hebräisch, arabisch, deutsch. Geschichte wird hochgeholt, wie sie von Vätern und Großvätern gemacht und erlitten wurde. Und der Umgang mit dieser Geschichte in der Gegenwart.

Die Enkel, Vertreter der »Dritten Generation«, stellen si...


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