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Banken sollen besser beraten müssen

Ver.di fordert Finanzprodukte-TÜV

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Berlin (Agenturen/ND). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat von den deutschen Banken eine Abschaffung der Verkaufsvorgaben für Kundenberater gefordert. »Die Bankangestellten wollen im Interesse des Kunden beraten und nicht primär unrealistische Verkaufsvorgaben erfüllen müssen«, erklärte ver.di-Bundesvorstands- mitglied Uwe Foullong am Freitag. In der Kundenberatung seien bislang »so gut wie keine Lehren aus der Finanzmarktkrise gezogen worden«. Die Führungsspitzen machten nach wie vor Druck auf Kundenberater, Produkte offensiv zu verkaufen anstatt auf eine kundengerechte Beratung umzustellen. Durch den Druck nähmen auch psychische Erkrankungen zu. Steuerten die Banken nicht um, müssten Zielvorgaben für den Verkauf von Finanzprodukten verboten werden, forderte Foullong.

Ver.di forderte auch die Einführung eines TÜVs für Finanzprodukte. Dieser solle bei neuen Geldanlagen vor einer Zulassung deren Risiko bewerten.

Bei einer Internet-Umfrage von ver.di forderten 95,2 Prozent der befragten Kundenberater eine Beratung, die sich an Kundenbedürfnissen ausrichtet. 88,5 Prozent wünschten sich ein Ende »unwürdiger« Verkaufsvorgaben.

Die Bundesregierung macht ebenfalls Druck für eine bessere Beratung. So will sie 2010 möglicherweise gesetzlich vorschreiben, dass die Institute mit einem Produktinformationsblatt die Aufklärung der Kunden dokumentieren. Eine solche Regelung werde geprüft, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag nach einem Gespräch mit Vertretern von Finanzinstituten und Verbraucherschützern. In der Gesprächsrunde hätten der Bundesverband deutscher Banken und der Deutsche Derivateverband ein solches Blatt angekündigt.

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