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Eingefroren, aber zufrieden

Der 1. FC Union beendet die Hinrunde mit einem 1:1 gegen 1860 München

  • Von Matthias Koch, Berlin
  • Lesedauer: 3 Min.

Nach dem Spiel flogen die Fetzen. Spieler der Zweitligisten 1. FC Union Berlin und 1860 München hatten nach dem 1:1-Unentschieden noch einige Körner übrig, um sich durch die Gegend zu schubsen. »Es gab eine Rudelbildung, es wurde ein bisschen gerangelt«, tat der Münchner Trainer Ewald Lienen dieses Ende der ersten Halbserie in der 2. Bundesliga ab.

Beide Teams hatten sich auch im Verlauf des Spiel im Kühlschrank An der Alten Försterei eine ausgeglichene Partie geliefert, in der sowohl die Berliner als auch die Bayern ihre Serien bestätigten. Union blieb zum sechsten Mal in Folge ohne Sieg, die Münchner schafften die fünfte Begegnung ohne Niederlage.

»Letztendlich weiß ich nicht so richtig, wie man dieses Ergebnis einordnen soll. In der ersten Halbzeit hatten wir auf jeden Fall die besseren Gelegenheiten«, sagte Björn Brunnemann. Unions Mittelfeldspieler hatte seine Elf nach einem Eckstoß von Torsten Mattuschka in der 11. Minute in Führung gebracht. Brunnemann, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an ran durfte, hatte 120 Sekunden später sogar die große Chance zum 2:0. Doch seinen Schuss konnte der Ex-Herthaner Gabor Kiraly im Münchner Tor gerade noch so entschärfen. »Nach dem das erste Tor fast aus dem Nichts gefallen war, hätte uns ein zweiter Treffer sehr gut getan«, ärgerte sich Uwe Neuhaus. Der Union-Coach schickte gegen die Löwen dieselbe Startformation wie beim 1:1 vor einer Woche in Bielefeld auf den schneebedeckten Rasen. John Jairo Mosquera lief wieder als einzige Spitze auf. Dominic Peitz bildete mit Macchambes Younga-Mouhani das Doppel vor der eigenen Abwehr.

Spätestens nach dem 1:1-Ausgleich durch Charilaos Pappas in der 36. Minute, der Union-Keeper Jan Glinker mit einem gekonnten Schlenzer überwand, wendete sich das Geschehen jedoch zeitweise zu Gunsten der Gäste. Bei einer Attacke an Benny Lauth (46.) hätte es Elfmeter für sie geben können, zudem schoss Sascha Rösler einen Freistoß knapp über das Gehäuse (59.). In dieser Phase wirkte Union vor 15 467 Zuschauern ein wenig eingefroren, wie so einiges im Stadion. Wegen der großen Kälte funktionierte die elektronische Anzeigetafel nicht. Auch der Ausschank von Getränken musste wegen eingefrorener Leitungen an einigen Verkaufsstellen eingestellt werden.

Nach der Einwechslung von Kennan Sahin für Mosquera nach einer Stunde nahm Union aber wieder Fahrt auf. Bei Schüssen von Björn Brunnemann (66.) und Dominic Peitz, der in der 90. Minute nur den Pfosten traf, war sogar der Siegtreffer drin. Immerhin: In der Negativserie Unions von sechs Begegnungen ohne Dreier versteckt sich ja auch etwas Positives. Die letzten drei Partien haben die Köpenicker nicht verloren, sondern immer ein Remis herausgeholt. »Mit 26 Punkten und dem Verlauf der Hinrunde bin ich deshalb sehr zufrieden. Das war vor der Saison nicht zu erwarten«, zog Union-Trainer Uwe Neuhaus deshalb ein sehr positives Fazit.

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