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Magdalena Neuner zweimal auf Podest

Biathlon: Beim letzten Weltcup des Jahres Sprint-Dritte und Zweite in der Verfolgung

Die sechsfache Weltmeisterin Magdalena Neuner aus Wallgau hat sich zurückgemeldet. Rund sieben Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver hat der Star des deutschen Biathlonteams seine Probleme überwunden und mit zwei Podestplätzen zu alter Stärke gefunden. Während Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) den schwächelnden deutschen Männern als Fünfter des Jagdrennens von Pokljuka (Slowenien) wieder Hoffnung auf Besserung gab, bescherte Neuner den deutschen Skijägerinnen mit den Plätzen drei und zwei in den letzten Weltcuprennen dieses Jahres die ersten Podestplätze in Einzelrennen in diesem Olympiawinter überhaupt und qualifizierte sich damit auch für die Spiele im Februar in Vancouver (Kanada).

»Ich habe die Olympianorm geschafft und stand zweimal auf dem Podium. Das tut mir so gut. Jetzt kann ich beruhigt in die Weihnachtsferien gehen«, sagte die 22-Jährige, die im Weltcup bereits 22 Mal auf dem Siegertreppchen stand. Besonders beruhigt nahm Neuner zur Kenntnis, dass sie ihre konditionellen Probleme überwunden hat: »Meine Beine wachen langsam wieder auf.«

Beim 7,5-km-Sprint vollbrachte sie eine erstklassige Laufleistung und wurde trotz zweier Schießfehler hinter den beiden Russinnen Swetlana Slepzowa und Anna Bogali-Titowetz Dritte. Beim 10-km-Verfolgungsrennen hängte sie Bogali dann auf der Schlussrunde ab, obwohl sie mit drei Fehlern am Schießstand eine »Fahrkarte« mehr als ihre Rivalin geschossen hatte. Nur Slepzowa war auch am Sonntag zu stark für Neuner.

Auch Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) überzeugte mit den Rängen fünf und neun, Simone Hauswald (Gosheim) belegte die Plätze sieben und elf. Andrea Henkel (Großbreitenbach) kämpfte sich im Jagdrennen um 33 Plätze vor und wurde noch Zehnte. »Das Teamergebnis ist gut und gibt uns Optimismus«, meinte Wilhelm.

Auch die Männer durften wieder lächeln, obwohl Peiffer in der Verfolgung einen möglichen Sieg verpasste. Vor dem letzten Schießen lag er mit zwei Konkurrenten gleichauf an der Spitze. Ein Fehler brachte ihn aber um den möglichen zweiten Weltcup-Erfolg und das Team um den ersten Podestplatz in einem Einzelrennen.

Der 22-Jährige war schon beim Sprint als Neunter der beste Deutsche, obwohl er auf der letzten Runde durch Krämpfe sehr leiden musste. Peiffer hatte sich auf den letzten Metern einen packenden Kampf mit Dominik Landertinger (Österreich) geliefert und wurde zunächst als Vierter geführt. Nach Zielfoto-Auswertung wurde er auf Platz fünf gesetzt. Die Tagessiege gingen an die Russen Iwan Tscheressow und Jewgeni Ustjugow.

Simon Schempp (Uhingen) erfüllte als Zehnter im Jagdrennen die halbe Olympianorm. Während Peiffer und Schempp überzeugten, bereiten Michael Greis (Nesselwang) und Michael Rösch (Altenberg) dem Bundestrainer Sorgen. Greis wurde im Sprint Zwölfter, verzichtete aber am Sonntag auf die Verfolgung.

Nach Weihnachten geht es mit der World Team Challenge am 28. Dezember in der Schalke-Arena weiter. Vom 7. bis 10. Januar folgt der Weltcup in Oberhof. SID/ND

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