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Die Biber sind EU-tauglich

Derzeit leben in 700 Revieren etwa 2500 Exemplare

  • Von Peter Jähnel, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Biber sind im Land Brandenburg wieder heimisch geworden. »Zurzeit leben hier etwa 2500 Elbebiber in 700 Revieren«, sagte Umweltamtspräsident Matthias Freude. »Die geschützten Tiere haben mittlerweile fast das gesamte Territorium des Landes besiedelt, vor allem an Elbe, Oder sowie in der Uckermark und im Elbe-Elster-Kreis«, erläuterte er. »Sie dringen gerade in die letzten freien Gebiete des Spreewaldes und der Prignitz vor.«

»Die meisten Biber verhalten sich für den Menschen unauffällig«, entgegnete Freude auf Kritik von Landwirten und Förstern. »Normalerweise graben Biber ihre Wohnröhren in Uferböschungen, und an flachen Ufern errichten sie Knüppelburgen«, erläuterte er. »Mit teilweise über 100 Meter langen Dämmen stauen sie das Wasser in Bächen und Gräben, damit ihr Höhlenzugang immer unter Wasser bleibt und sie Nahrung besser transportieren können.« Biber fressen gern frisches Laub und grüne Pflanzenteile, neuerdings auch gern Mais. »Vor allem im Herbst und Winter fällen sie Bäume, um an die Rinde zu kommen.« Neben dem Menschen seien Biber die einzigen Lebewesen, die ihren Lebensraum selbst gestalten. »Biber machen genau das, was die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt. Sie gestalten die Gewässer naturnah und halten das Wasser in der Landschaft zurück«, sagte Freude. »Der Biber ist also EU-tauglich.« Von Bibern angestaute große Wasserflächen gebe es bei Lychen in der Uckermark und an der Schwarzen Elster im Schradenland.

»Biber bereiten den Menschen aber manchmal auch Ärger, wenn sie ihre Höhlen in Bahndämmen, Deichen und an Flussufern bauen und somit deren Stabilität untergraben«, gab Freude zu bedenken. »Manchmal fällen sie auch Obstbäume oder setzen durch ihren Dammbau Maisfelder unter Wasser wie im Oderbruch und in der Uckermark.« Doch der Mensch sei dagegen nicht machtlos. »Einige der durch Biber gefährdeten Deichstellen sind bereits mit stabilen Drahtgittern gesichert worden.« Zum Schutz der Bäume werden Elektrozäune und Maschendraht eingesetzt. »In Biberstaudämmen verlegen wir lange Dränagerohre mit Schlitzen, damit das Wasser abfließen und auf ein für die Menschen verträgliches Maß gesenkt werden kann«, beschrieb Freude das Vorgehen. »Mit einzelnen Bibern wird es immer Probleme geben, aber wir müssen lernen, damit zu leben.«

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