Werbung

Standpunkt

Neue Front mit altem Muster

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist weder einfallsreich noch in der Vergangenheit von Erfolg gekrönt gewesen: massive Militärschläge als Mittel im Antiterrorkampf. Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass die USA in Jemen potenzielle Ziele für Luftangriffe auskundschaften, um das misslungene Flugzeugattentat von Detroit zu vergelten.

Dabei lehrt die Erfahrung anderes: Luftangriffe haben zwar vernichtende Wirkung, aber nur in Ausnahmefällen treffen sie die mobilen Terroristen oder gar ihre Führungsfiguren, während unbedarfte Zivilisten häufig zu Opfern werden. Sympathien in der Bevölkerung für den Antiterrorkampf lassen sich so nicht gewinnen, viel eher sichert man so neuen Zulauf für die Terrorgruppen.

In Jemen laufen die USA ein besonders hohes Risiko: Der Staat ist ohnehin schon auf dem Wege der Auflösung. Im Norden gewinnt in der Provinz Saada ein Aufstand schiitischer Houthisten an Boden und im Süden erstarken die sezessionistischen Tendenzen wieder.

Dem seit 1978 regierenden jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh mag die »Hilfe« der USA zu seinem Machterhalt willkommen sein. Zur langfristigen Stabilität im Armenhaus Jemen wird eine militärische Strafaktion von außen weit weniger beitragen als zum weiteren Staatszerfall. Eine Entwicklungsstrategie für Jemen haben die USA derweil sowenig wie für Afghanistan oder Irak. Das Scheitern ist programmiert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen