Streit um das richtige Erinnern

Initiativen kritisieren die Besetzung des Erfurter Stasi-Gefängnisses

  • Von Anke Engelmann, Erfurt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Erfurt halten seit Silvester drei frühere Häftlinge den ehemaligen Stasi-Knast besetzt. Sie wollen allein über die Inhalte einer zukünftigen Gedenkstätte bestimmen. Andere Aufarbeitungsinitiativen sind sauer. Sie hatten andere Pläne.

Ein früheres Stasi-Gefängnis ist kein normaler Gedenkort. Reicht es, wenn die Stätte die Erinnerung an das dort geschehene Leid aufrecht erhält? Oder sollte sie die Wirkung solcher Instrumente und der Angst, die sie erzeugt haben, bis ins kleinste Alltagsfitzelchen aufzeigen? In Erfurt prallen dazu derzeit zwei unterschiedliche Meinungen aufeinander.

Da wären die drei ehemaligen Häftlinge, die derzeit das Gefängnis in der Andreasstraße besetzen. Einer von ihnen ist in den verschärften Hungerstreik getreten. Die drei Mitglieder des Vereins »Freiheit e. V.« wollen, dass Zeitzeugen wie sie die alleinige Trägerschaft für einen künftigen Gedenkort bekommen. »Wir wollen als Schwerpunkt eine Haftgedenkstätte«, b...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.