Hat Bush CIA-Killer nach Hamburg geschickt?

US-Geheimdienst wollte angeblich Deutsch-Syrer ermorden / Bundesregierung tut ahnungslos

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Tatort Hamburg. Die CIA wollte den deutsch-syrischen Kaufmann Mamoun Darkazanli liquidieren. Das zumindest berichtet das US-Magazin »Vanity Fair«. Die Bundesregierung schweigt.

Gegen den in Hamburg lebenden Darkazanli war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auch in Deutschland ermittelt worden. Die Bundesanwaltschaft stellte ihre Nachforschungen jedoch Mitte 2006 ein. Grund: Es gab keine Indizien für eine finanzielle und logistische Unterstützung des Terrornetzwerkes Al Qaida.

Ein Ersuchen Spaniens, den Mann ausliefern zu lassen, lehnten die deutschen Behörden ein Jahr darauf auf Anweisung des Bundesjustizministeriums ab. Doch die fehlenden Beweise waren für die CIA kein Grund, eigene Ziele aufzugeben. Der US-Geheimdienst hat angeblich weiter gezielt Darkazanlis Ermordung geplant. Agenten observierten den Mann wochenlang in Hamburg – ohne dass die deutschen Behörden informiert waren. Kein Wunder, denn auch der dortige CIA-Stationsleiter war nicht eingeweiht.

Die CIA soll mit der privaten Sicherheitsfirma »Blackwater« (heute als »Xe« bekannt) kooperiert haben, die das Wohlwollen des ehemaligen US-...


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