Mit Keynes gegen die Krise

Institut der Böckler-Stiftung fordert antizyklische Konjunkturpolitik

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Trotz eines erwarteten Wachstums von zwei Prozent in diesem Jahr sei die Wirtschaftskrise nicht überwunden, sagen Ökonomen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Sie kritisieren Steuersenkungen und plädieren für ein drittes Konjunkturprogramm.

»Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik ist durch die Krise nachhaltig erschüttert worden«, sagte Professor Gustav Horn, Direktor des IMK in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin. Tatsächlich schien im Zuge der größten Weltwirtschaftskrise seit 1929 hierzulande wieder die Stunde der Keynesianer zu schlagen. Denn um die Krise zu überwinden, investierte der Staat mit zwei Konjunkturpaketen kräftig in die Wirtschaft.

Dämpfer erhielten diejenigen, die eine antizyklische Konjunkturpolitik befürworten, kürzlich von der schwarz-gelben Bundesregierung. Diese kehrte mit Steuersenkungen im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes zu Elementen der neoliberalen angebotsorientierten Wirtschaftspolitik zurück. Sehr zum Ärger des Keynesianers Horn, der Schwarz-Gelb vorwirft, aus der Krise nichts gelernt zu haben und wieder zu veralteten Methoden zu greifen. Steuersenkungen hätten kaum Aus...


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