Gabriele Oertel und Uwe Kalbe 08.01.2010 / Titel

Chaostage vor der Linksklausur

Rücktrittsforderungen an Bartsch lösen heftige emotionale Reaktionen in der Partei aus

Unter reger öffentlicher Anteilnahme ist die LINKE derzeit in einem heftigen Zwist verfangen. Der neue Streit um Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch zeigt alte Konfliktlinien.

Drei Tage vor der Klausur der Linksfraktion im Bundestag ist eines schon klar: Der eigentlich geplante optimistische Start in ein arbeitsreiches Jahr droht zum Fehlstart zu werden. Auf der Agenda 2010 der LINKEN steht bislang nur gegenseitiger Notenwechsel. Während Fraktionschef Gregor Gysi sich gestern auf den Weg zu Oskar Lafontaine nach Saarbrücken machte, meldeten sich im Streit um angebliche Rücktrittsforderungen an Bartsch weitere Befürworter wie Gegner des Bundesgeschäftsführers zu Wort.

Bereits vor Tagen hatten die Vorsitzenden der östlichen Landesverbände ihre Unterstützung bekundet; nun erneuerten sie ihr Plädoyer für Bartsch. In nahezu wortgleicher Formulierung wie zuvor auch Ko-Parteivorsitzender Lothar Bisky bekunden sie, die LINKE dürfe auf Bartsch sowenig verzichten wie auf Oskar Lafontaine, den erkrankten Parteichef: »Die Partei braucht beide.« In mehreren Briefen an Gysi hatten Vertreter westdeutscher Landesverbände Ba...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: