Walter Draeger 09.01.2010 / Debatte

Die DDR – eine kritische Bilanz

Über Erwartungen, Bedingungen und Wirkungen des »ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden«

Nach 40 Jahren des Kalten Krieges, des Roll Back und des Boykotts, weiteren 20 der offiziellen Delegitimation, der üblen Nachrede als Unrechtsstaat mit dem letzten Jahr Dauerfeuer gegen sie, ist eine kritische, sachliche Bilanz der DDR unverzichtbar. Dem dient auch die folgende Betrachtung.

Nach dem furchtbaren Krieg des deutschen Faschismus, der Europa in ein Trümmerfeld verwandelte, war die Gründung einer Deutschen Demokratischen Republik zwingend notwendig. Die Völker Europas und auch viele Deutsche erwarteten das Entstehen eines friedlichen demokratischen Deutschland. Mit der Bildung der BRD erfüllte sich das Sehnen nach Frieden nicht. Die Kriegsgewinnler und Teile der braunen Elite blieben weitgehend an der Macht. Damit setzte die Gründung der DDR ein hoffnungsvolles Zeichen des Bruchs mit der aggressiven deutschen Vergangenheit, die Millionen Menschen das Leben kostete.

Neben der Friedenssehnsucht war das Streben nach Arbeit und ...

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