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Wenig Begeisterung in Rüsselsheim

Offener Brief von Intellektuellen lässt Opel-Gesamtbetriebsratschef kalt

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Der Offene Brief an die Opel-Betriebsräte findet beim Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz verhaltene Resonanz.

Die Autoren hatten die Opel-Betriebsräte aufgefordert, sich in den Verhandlungen mit General Motors für eine Arbeitszeitverkürzung einzusetzen (ND berichtete). Franz wiegelte am Donnerstag ab: »Dass Arbeitszeitverkürzung Arbeitsplätze sichern kann, ist eine sehr alte gewerkschaftliche Erkenntnis. Die Unterzeichner der Erklärung geben allerdings auch keine Auskunft darüber, wie man die globale Überkapazität von circa 28 Millionen Fahrzeugen in den Griff bekommt.«

Der Hannoveraner Professor Mohssen Massarat, einer der Initiatoren des Offenen Briefes, widerspricht in einem Schreiben an Franz. Die alternativen Lösungswege im Fall Opel »beschränken sich naturgemäß auf Opel, das ist in Ihrem eigenen Lösungskonzept, das wir kritisieren, auch nicht anders« heißt es. Der Vorschlag von Arbeitszeitverkürzung ohne Massenentlassung habe nicht nur Signalwirkung für die gesamte internationale Autoindustrie und stelle somit auch einen »wichtigen Initialbeitrag zur Lösung des Abbaus der Überkapazität generell« dar. Er sei auch für eine gemeinsame internationale Strategie bei den Autobauern leichter übertrag- und vermittelbar, da an verschiedenen Standorten mit je eigenen Traditionen und Erfahrungen auf diese Möglichkeit zurückgegriffen werden könne. Massarrat warnt davor, Kapitalbeteiligung und Arbeitszeitverkürzung gegeneinander auszuspielen.

Beim Opel-Gesamtbetriebsrat in Rüsselsheim wollte man sich am Freitag nicht zu dem Offenen Brief äußern. IB

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