Frech wie Oskar – und Onkel Erich

Fiktiver zeichnerischer Dialog zweier urberlinischer Karikaturisten im Märkischen Museum

  • Von Harald Kretzschmar
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Bei Schmitt die US-Soldaten, die übers Berühmtwerden scherzen, ...

Das Berliner Stadtmuseum in seiner konkreten Erscheinungsform als Märkisches Museum – wo könnte besser ein nachträgliches Zusammentreffen zweier Urberliner Zeichner arrangiert werden? Der kleine Zufall des großen Mauerfalljubiläums bringt die Gelegenheit, den Westberliner Hans Bierbrauer, bekannt als »Oskar«, in einen fiktiven zeichnerischen Dialog mit seinem Ostberliner Pendant Erich Schmitt zu stellen.

Aus Tausenden in drei, vier Jahrzehnten entstandenen Tageskarikaturen für die »Berliner Morgenpost« dort und die »Berliner Zeitung« da sind gerade mal jeweils knapp vierzig ausgewählt, die das leidige Mauer-Thema umkreisen. Der lange Dünne und der kleine Dicke, der sich gern Onkel Erich nannte, sind sich im Leben wohl kaum begegnet. Der eine war 1922 am Gesundbrunnen in Wedding geboren. Der andere stammte als Jahrgang 1924 vom Schlesischen Bahnhof in Friedrichshain.

»Aus kleinen Verhältnissen«, wie man zu sagen pflegte, kamen bei...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.