Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Der Blick ins Offene

Eric Rohmer

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: 1 Min.

Er war ein Regisseur der Nuancen, in Geste, in Wort. Es macht den Charme seiner Filme aus, dass alles bis ins letzte Detail besprochen werden muss, was die Figuren miteinander verbindet. So fintenreich sie auch reden, sie entblößen sich: Gefühle, das Begehren, die Unruhe, die die Seelen treibt. Sie reden, nichts passiert, und es ist höchst spannend. Wegen des Zaubers der Nuancen, die Rohmer hineinwebt. Das Wort sollte faszinieren und Genuss sein wie das Bild, so das Credo Rohmers, der die Literatur liebte. Er mache Hörfunk statt Kino, so prompt der Vorwurf.

Rohmer (geboren 1920 in Tulle als Maurice Henri Joseph Schérer), hat seine Filme am liebsten als Zyklen dargeboten: Versuchsanordnungen, in denen jeder einzelne, jeweils mit höchster Präzision komponiert, sich ins Zeitporträt ausweitet. Mit großer Ruhe beobachtet, scheint es kein Filmende zu geben, es bleibt der Blick ins Offene. Der älteste unter den »Nouvelle Vague«-Regisseuren, der weniger spektakulär Erfolgreiche, war möglicherweise der radikalste, der besessenste, der jugendlichste wohl auch.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln