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Alles in Butter

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In Sachen Klimaschutz ist bei der Landwirtschaft alles in Butter, meint zumindest Agrarministerin Ilse Aigner (CSU). Nur der Verbraucher könnte vielleicht ein bisschen mehr Produkte aus der Region verspeisen. Merkwürdig freilich, dass Aigner den Anteil der Landwirtschaft am deutschen Treibhausgasausstoß auf sechs Prozent beziffert, wo doch im Jahr 2007 das schon damals CSU-geführte Ministerium elf Prozent auswies. Und der von Aigner angeführte Rückgang der Emissionen seit 1990 geht vor allem auf die deutliche Ausdünnung des Agrarsektors im Osten nach der Wende zurück.

Offensichtlich will die CSU-Politikerin kurz vor der auch für die Politik bedeutenden Agrarmesse Grüne Woche das Signal aussenden, sie stelle sich vor »ihre« Landwirte. Deren Lage ist tatsächlich schwierig, bei großen Unterschieden etwa nach Sektor, Betriebsgröße und Kapitaleinsatz. Weiterhin besonders schlecht geht es angesichts von Niedrigstpreisen den Milchbauern – viele kleine Höfe, die auf Weidebewirtschaftung statt Futtermittelimport setzen, mussten zuletzt schließen. Der Druck des Marktes lässt kaum Rücksicht auf die Umwelt zu.

Es ist die Subventionspolitik der EU wie der Bundesregierung, die den Trend zu Monokulturen, Massentierhaltung und Billigproduktion befördert, der auch aus Klimaschutzsicht in die falsche Richtung weist. Eigentlich müsste es selbstverständlich sein, dass eine Landwirtschaftsministerin sich den Problemen stellt und Lösungswege aufzuzeigen versucht, welche die Bauern nicht überfordern. Und nicht den Kopf in die überdüngten Böden zu stecken.

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