Freitags nur mit Gewand ins Amt

Nach dem Wiederaufbau der Infrastruktur wird Tschetscheniens öffentliches und privates Leben immer stärker islamisiert

  • Von André Widmer, Grosny
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Der Stolz ganz Tschetscheniens verfügt über vier Türme: die Achmat-Kadyrow-Moschee. Sie fasst 10 000 Menschen und soll eines der größten muslimischen Gotteshäuser Europas außerhalb Istanbuls sein.

Präsident Ramsan Kadyrow (l.) und Mufti Sultan Mirsajew (r.) bei der Eröffnung.

Der Prachtbau verführt auch an diesem trüben Tag zu großem Staunen. Wie so vieles in Grosny wurde die Moschee nach den beiden Tschetschenien-Kriegen in rekordverdächtiger Bauzeit errichtet und im Spätherbst 2008 eröffnet. Tschetschenien ist seit dem 16. Jahrhundert traditionell islamisch. Zur Mittagsstunde stehen jedoch nicht sehr viele Schuhe vor dem Eingang, verlieren sich nur wenige Gläubige im riesigen Innenraum.

An der linken Flanke der Achmat-Kadyrow-Moschee befindet sich das Gebäude des Muftiats. Es ist der Sitz von Sultan Beterowitsch Mirsajew, dem religiösen Oberhaupt der Tschetschenen. Während Präsident Ramsan Kadyrow für den Aufbau der Infrastruktur und Ruhe auf den Straßen sorgt, ist Mufti Mirsajew für die »geistig-moralische Wiedergeburt der Tschetschenischen Republik« zuständig.

Nach der Sicherheitskontrolle am Eingang des Gebäudes geht es zuerst in den ersten Stock. Sulban Chasimikow, Chef der vierköpfigen Presseabteilun...

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