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Opfer aus der Anonymität holen

Vor 70 Jahren wurden die ersten Kranken durch Gas ermordet / Gedenkbuch mit 4000 Namen

  • Von Andreas Heinz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Schmitz (rechts) und Morsch mit dem Gedenkbuch ND-

Schon die Bezeichnung der Giftgasmorde an Psychiatriepatienten durch die Nationalsozialisten ist perfide: »Euthanasie« nannten sie die grausame Tötung geistig behinderter Menschen. »Das griechische Wort Euthanasie bedeutet schöner sanfter Tod«, erinnerte Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz gestern. Gemeinsam mit dem Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, stellte er das Totenbuch für die in Brandenburg an der Havel ermordeten »Euthanasie-Opfer« aus Berlin vor.

»Im Januar 1940 ermordeten die Nationalsozialisten im damaligen Zuchthaus erstmals psychisch Kranke mit Gas«, so Morsch, der das einjährige Forschungsprojekt der Freien Universität (FU) leitete. In dem Gedenkbuch sind die Namen der rund 4000 getöteten Berliner mit Geburts- und Sterbedaten veröffentlicht. »Für die NS-Schergen waren die Kranken unwertes Leben. In Brandenburg an der Havel wurde das industriell betriebene Morden eingeführt«, so die ...


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