Uwe Stolzmann 18.01.2010 / Kultur

Von Schweiß durchzogen

Vereint: die Lyrik Pablo Nerudas

So solle seine Dichtung wirken, schrieb Ricardo Eliécer Neftalí Reyes Basoalto alias Pablo Neruda Mitte der Dreißiger: »von Handarbeit abgenützt wie von einer Säure, von Schweiß und Dunst durchzogen«. Als der Nobelpreisträger 1973 starb, gehörte sein Werk schon zum poetischen Kanon des 20. Jahrhunderts. In deutscher Übersetzung wurde dieses Werk zuerst in der DDR gepflegt. Im Westen gab es Mitte der Achtziger eine repräsentative Auswahl bei Luchterhand, drei Bände stark; sie ist längst vergriffen.

Jetzt hat der Verlag die verschwundene Ausgabe in erweiterter Form noch einmal publiziert. Beide Editionen enthalten alle großen Zyklen des Meisters, auch viele Texte aus dem Nachlass. Nun stehen die Sammlungen wieder im Zusammenhang: »Aufenthalt auf Erden«, »Spanien im Herzen« (»Kommt, seht das Blut in den Straßen«), »Der Große Gesang«, »Elementare Oden«, dazu »Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung«, ein Frühwerk (von 1924), d...

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