Wolke in der Kugel

Installation und Experiment in der Schwerelosigkeit

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wolken, die am Himmel entlangziehen, gelten dem Menschen als poetisch hoch aufgeladene Gebilde. Ihre Herstellung kann zuweilen aber verblüffend simpel sein. In einer Installation der Medienkünstlerin Agnes Meyer-Brandis in den Gebäuden der Schering Stiftung reichen eine brennende Kerze, ein Laserdrucker und ein Staubsauger aus, um in einer Glaskugel die luftigen Schwaden zu erzeugen. Die feinen Staubpartikel der blakenden Kerze und des durch den Druckvorgang aufgewirbelten Toner gelangen in die Glaskugel. Haben sich genügend Teilchen dort angesammelt, erzeugt der Staubsauger einen Unterdruck. Der lässt die Kleinstkörper nach oben steigen, woraufhin sich an ihnen für einen kurzen Moment Wasserpartikel anlagern, die sich zu einer Wolke formieren.

Meyer-Brandis greift mit dieser Installation ein wissenschaftliches Experiment zur Erforschung der Genese von Wolken auf. Gewöhnlich wird dieses Experiment in einem in den Himmel geschossenen Lab...


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