Werbung

Neues Denken

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Neues Denken hat die Bundeskanzlerin angeregt. Ein Wort, das wie eine Erinnerung an Gorbatschow klingt. Aufbruch zu neuen Ufern, Bruch mit Konventionen. In der DDR hatte der subversive Lockruf nicht mehr viel Zeit, Fuß zu fassen, wurde in grober Selbstüberschätzung als Losung in der Außenpolitik genutzt. Doch wenigstens bei Angela Merkel ist er hängen geblieben.

Auch »neues Denken« hat den Makel, im Augenblick seiner Entdeckung schon gedacht zu sein. Wenn Angela Merkel zum neuen Denken über die Wirtschaftskrise auffordert, dann macht dies neugierig. Darauf, auf welche der bereits bekannten Wegbeschreibungen aus der Krise die Kanzlerin setzt. Denn politischer Freitod wäre es, nach neuem Denken ohne eigene Vorstellung zu rufen.

Dafür ist die Frau zu klug. Was also ist das neue Denken, das sie zum Allgemeingut erheben will? Zu hören waren in ihrer Rede Gemeinplätze – Freiheit, gedämpft durch Verantwortung etwa. Hartz IV ließ sich damit ebenso gut begründen wie der Afghanistan-Einsatz. Einen Weg, einen Ausweg aus der Krise gar, kann man damit nicht beschreiben. Angekündigt ist vielmehr die Rückkehr zum System vor der Krise – samt degeneriertem Finanzsystem und Zuweisung der Krisenlasten an die sozial Bedürftigen. Gestärkt sogar soll Deutschland so aus der Krise hervorgehen, meint die Kanzlerin. Damit ist kein neues Denken angekündigt. Allenfalls neuer Wind, vielleicht sogar Sturm.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!