Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Erekat: Netanjahu sabotiert

US-Vermittler beginnt neue Nahostgesprächsrunde

Tel Aviv/Ramallah (dpa/ND). Der US-Nahostvermittler George Mitchell hat am Donnerstag eine neue Runde der Gespräche in Nahost aufgenommen. Er traf in Tel Aviv zunächst den israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak, wie dessen Ministerium mitteilte. Bei dem Gespräch ging es »um die notwendigen Schritte, den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang zu bringen«, hieß es.

Mitchell wollte anschließend den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und am heutigen Freitag in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen. Dessen Chefunterhändler Saeb Erekat warf Israel am Donnerstag vor, die Friedensbemühungen Mitchells zu sabotieren.

Netanjahu hatte am Mittwochabend beim Jahresempfang der Auslandspresse in Jerusalem gesagt, Israel müsse auch nach der Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates eine Truppenpräsenz an dessen Ostseite aufrecht erhalten. Dies sei notwendig, um den Schmuggel von Waffen aus Jordanien in den dann voraussichtlich demilitarisierten Staat zu unterbinden. Netanjahu rief die Palästinenser zu einem sofortigen Neustart der Verhandlungen auf.

Die Palästinenser fordern als Bedingung für neue Gespräche einen totalen israelischen Siedlungsstopp in den Palästinensergebieten und Ost-Jerusalem. Netanjahu hatte ein zehnmonatiges Moratorium des Siedlungsausbaus im Westjordanland ausgerufen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln